Südpfalz

Weinwanderreise – Burgunder, Stauferwein und Klosterbrüder

Weinwanderreise - Auf dem Mönchs- und Burgenweg Burgunder- und Stauferwein erleben
Zusammenfassung:

Das Trifelsland bei Annweiler steht ganz besonders im Zeichen des bedeutenden mittelalterlichen Herrschergeschlechts der Staufer. Kaiser Barbarossa und Kaiser Friedrich II., beides bekannte Stauferkaiser, sind eng mit der Geschichte und dem Wein des Trifelslandes verbunden. Wandern Sie mit uns auf den Spuren der Geschichte und durch zum Teil abseits gelegene und wenig bekannte Weinlagen und Terroirs der Südpfalz bei Gräfenhausen und Leinsweiler zur Staufischen Reichsburg Trifels. Abgerundet werden unsere Terroirwandertage durch Burgunderweinproben im Weingut Schneider und VDP - Weingut Siegrist.

 
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Ausführliche Info:

Wer Lust hat, auf historischen Wegen durch die reizvolle Landschaft des Trifelsland um Gräfenhausen und Annweiler zu wandern, dem empfiehlt sich der Mönchs- sowie Annweiler Burgenweg.
Sie führen von der Klosterkirche Eußerthal über Gräfenhausen und Annweiler bis hinauf zur Reichsburg Trifels, zu der die Mönche des Zisterzienserklosters Eußerthal bereits wenige Jahrzehnte nach dessen Gründung im Jahre 1148 beste Beziehung pflegten. Ab 1186 stellte der Stauferkaiser Friedrich I (Barbarossa) das Kloster unter den besonderen Schutz des Reiches. 1233 avancierten die Mönche des Kloster dann unter dem Stauferkaiser Friedrich II zu „Hütern der Reichskleinodien (Reichsschwert, Krone, Zepter, Reichskreuz und Reichsapfel)“. Ein Ehrenamt, das sie fast 2 Jahrhunderte innehatten und die ständige Präsenz der Mönche auf der Burg und damit eine Verbindung zwischen Eußerthal und Trifels erforderlich machte - der Ursprung des Mönchswegs.
Während die Klosterbrüder die rund 12 Kilometer lange Strecke schätzungsweise auf dem Rücken von Eseln zurücklegten, muss der heutige Wanderer die zahlreichen Steigungen auf Schusters Rappen bewältigen - und wird dafür mit einer schönen Naturkulisse und tollen Panoramaausblicken belohnt.
Für Weinfreunde, die an ausgefallenen Weinlagen interessiert sind, empfiehlt sich besonders ein Besuch von Gräfenhausen, der kleinsten und westlichsten Weinbaugemeinde der Pfalz.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Gräfenhausen schon 817. Bekannt wurde der Ort durch den Gräfenhausener Spätburgunder, der hier bereits seit mehr als 600 Jahren angebaut wird! Gut möglich, dass durstige Mönche bei ihren Wanderungen zum Trifels ganz nebenbei auf das besondere Mikroklima Gräfenhausens aufmerksam wurden, das sich hervorragend zum Weinbau eignete. Bereits im 12. Jahrhundert brachten französische Zisterziensermönche den Pinot Noir oder Clebroit (Klebrot), wie sie ihn nannten, in die Pfalz. Wenig später dürften dann auch die ersten Spätburgunderreben Ihren Weg ins Zisterzienser-Kloster Eußerthal gefunden haben. Seit 1335 bauten experimentierfreudigen Mönche des nahegelegenen Klosters nachweislich im Ort Wein an. Dass man davon auch den Rittersleuten der Staufischen Schutzmacht auf dem Trifels etliche Fässchen zukommen ließ, dürfte wohl anzunehmen sein.
Der Gräfenhauser Spätburgunder gehörte einst und bis in die jüngste Vergangenheit zu den teuersten Weinen der Pfalz. 1822 betrug der gewöhnliche Preis für ein Fuder Gräfenhausener Spätburgunder 300 Gulden und war somit doppelt so teuer wie ein durchschnittlicher Rotwein der Pfalz. Gegen 1900 wurde der „Gräfenhauser“ für zwei Goldmark je Liter als „Medizinwein“ in Apotheken angeboten. Noch 1929 führten ihn Überseedampfer der Hapag-Lloyd wie die 'Europa' und 'Bremen' auf ihren Transatlantikfahrten nach Amerika als einzigen Rotwein neben einem Bad Dürkheimer Rotwein auf ihrer Weinkarte.
Diese Zeiten sind leider nur noch Weinbaugeschichte. Wurden 1928 noch 17 Hektar Rebfläche beackert, sind es heute gerade noch 6 Hektar, die von einigen unentwegten Winzern im Nebenerwerbsbetrieb bebaut werden. Sie produzieren darauf mit Liebe und Sorgfalt Rotweine, die sich sehen und die man sich wirklich schmecken lassen kann. 
Von den wenigen verbliebenen Wingerten des Ortes hat man einen wunderschönen Blick über das Trifelsland. Alleine diese Aussicht ist es schon wert diese abgelegenen Weinlagen zu besuchen.
Auf jeden Fall ist die idyllisch gelegene Gemeinde immer noch ein Geheimtipp. Verwunschene Gassen mit Fachwerk- und Sandsteinhäusern verzaubern den Besucher. Wer einmal den Weg in das kleine Seitental gefunden hat, der kommt gerne wegen der romantischen Atmosphäre und wegen seiner Weine wieder.

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Reiseverlauf:

1. Tag: Individuelle Anreise in Ihr Hotel in Annweiler am Trifels. Begrüßung durch Ihre Gastgeber und Belegung der Zimmer.

2. Tag: Begrüßung durch Ihren PAT-Wein- & Wanderführer. Anschließend kurze Fahrt zur Mitte des 12. Jahrhunderts von Zisterziensern errichteten Klosterkirche in Eußerthal. Die aus dem roten Pfälzer Sandstein errichtete Kirche steht beispielhaft für den klaren, strengen Baustil des Ordens und dessen Bevorzugung sehr abgeschiedener Gegenden. Kurze Besichtigung und Beginn unserer ca. 1 1/2stündigen Terroirwanderung nach Gräfenhausen. Dort erwartet Sie eine Burgunderweinprobe mit anschließender Winzervesper. Frisch gestärkt geht es dann Nachmittags auf Waldpfaden zurück ins Hotel nach Annweiler.

3. Tag: Oberhalb der Stadt, imposant auf einem steilen Sandsteingrad des 494 m hohen Sonnenberg gelegen, thront die salisch-staufische Reichsburg Trifels. Erster Höhepunkt und Beginn unserer heutigen ca. 4stündigen Terroirwanderung auf dem Annweiler Burgenweg. Buntsandsteinfelsen und Burgen gehen im Pfälzerwald eine einzigartige Verbindung ein. Mit fünfzig Burgen, alle aus dem heimischen Buntsandstein erbaut, gibt es in der Pfalz eine Burgendichte, die ihresgleichen sucht.
Im Mittelalter ist das Land am Rhein, insbesonders die Pfalz,  mehrere Jahrhunderte hindurch Mittelpunkt des Reiches, wo laut Otto von Freising „die größte Kraft des Reiches“ lag.
Unter der Herrschaft der Staufer erblühten im Mittelalter die Künste und Wissenschaften. Die Regierungszeit der  Stauferkaiser war jedoch auch geprägt von einem permanenten Kampf zwischen Imperium (Kaiser) und Sacerdotium (Papst). Insbesonders Friedrich II. nahm sich in einer Zeit, in der die Kirche der Wissenschaft Grenzen setzte, die Freiheit, Überliefertes in Frage zu stellen und neu zu besetzen.
Das Felsennest in seiner uneinnehmbaren Lage auf einem strategisch günstig gelegenen Bergsporn schien den deutschen Kaisern trotz der unruhigen Zeiten so sicher, dass sie hier oben die Insignien ihrer Macht, die „Reichskleinodien“ des „Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation“ aufbewahrten.
Bezüglich Machtanspruch und Königskrönung gab es im Mittelalter klare Spielregeln. Die Aufgabe der geistlichen Kur-Fürsten und „Königsmacher“ war es, bei der Königskrönung die Zeichen und Symbole königlicher Herrschaft, die Reichsinsignien, zu überreichen. Nur wer nach der Wahl auch faktisch im Besitz der Reichskrone, des Reichszepters, des Reichsschwertes und des Reichsapfels war, wurde auch als rechtmäßiger König anerkannt. Daher ist es sehr verständlich, warum die Staufer die Reichsinsignien auf eine ihrer stärksten Burg, den Trifels, bringen ließen.
Im Turm der Burg befindet sich noch heute die Schatzkammer, in welcher die Mönche von Eußerthal die Reichskleinodien in sicherer Gewahrsam hielten.
Im Rahmen unserer Burgbesichtigung werden wir die Schatzkammer mit den Nachbildungen der Reichkleinodien bestaunen können. Allein sie lohnen schon einen Ausflug auf die Burg Trifels.
Zum zusätzlichen Schutz des Trifels entstand zeitgleich ein ganzer Abwehrring von Burgen. An den zwei nächstgelegenen Bastionen des „Trifels“, der Ruine Scharfenberg (Münz) und der Ruine Anebos, führt unsere Wanderung unmittelbar vorbei. Als prominentester „Besucher“ der Trifels gilt der englische Königs Richard Löwenherz, der hier einige Wochen in Gefangenschaft verbrachte, bevor er wieder gegen ein horrendes Lösegeld freigelassen wurde.
Anschließend laufen wir hinunter nach Leinsweiler ins Weingut Siegrist. Die Winzerfamilie Siegrist produziert hier mit Liebe und Sorgfalt Rotweine, die heute  zum Besten gehören, was Deutschland zu bieten hat.
Der Weinführer Eichelmann würdigte in seiner zehnten Buch-Ausgabe 2010 einen Spätburgunder des Weinguts Siegrist mit einem speziellen Preis für den besten Rotwein des Jahrgangs 1998! Eigentlich nicht sehr verwunderlich, denn in den Weinlagen des Weingutes wurde schon zur Stauferzeit nachweislich edler Wein angebaut.
Die Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz, Doris Ahnen, kürte daher am 19. Mai 2010 einen „Pinot Noir“ 2008, trocken des Weingut Siegrist offiziell zum rheinland-pfälzischen Stauferwein. Im Rahmen einer Weinprobe können wir uns einen eigenen Eindruck von den edlen Tropen des Weingutes verschaffen. Transfer zurück ins Hotel.

4. Tag: Individuelle Abreise.

PAT Servicetelefon: (06326) 96 757 63
 
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