Pfalz und Nachbarregionen

Terroirwandertag FRb - Elsass 2

Geothermie, Erdöl und Wein
Zusammenfassung:

Die Geotektonischen Auswirkungen und Verwerfungen des „Rheingraben-Bruches“ reichen über viele Millionen Jahre bis hinein in unsere Zeit. Bescheren den Winzern entlang des Oberrheingrabens aufgrund der großen geologischen Vielfalt ein reiches Spektrum unterschiedlichster „Terroirs“ und damit verbunden eine einzigartige und komplexe Aromenvielfalt der Weine. „Rheingold“ der „flüssigen“ und schönsten Art. „Goldgräber“ und Geologen fördern seit 1745 im nördlichen Elsass das „Schwarze Gold“ aus den „Pechelbronner Schichten“. Hauptsächlich in tieferen Schichten, teilweise aber auch oberflächennah, fand und finden sich Erdöl, Asphalt und Ölsande. Die Vorkommen in Merkwiller-Pechelbronn sind seit 1498 belegt und gehören weltweit zu den ersten, die ausgebeutet wurden. Der Name Pechelbronn bedeutet „Pechbrunnen“ und weist auf das aus der Erde hervortretende Öl hin. Nach dieser ältesten Erdölquelle werden die Vorkommen im Oberrheingraben als Pechelbronner Schichten bezeichnet.
Eine der ganz großen Zukunftsaufgaben der Menschheit ist die umweltfreundliche Gewinnung bzw. Bereitstellung von ausreichender und bezahlbarer Energie für alle Menschen. Wer diese Aufgabe löst, hat das „Gold der Zukunft“ in seinen Händen.

 
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Ausführliche Info:

Geothermie oder Erdwärme – zwei Worte für ein und dieselbe Sache – nimmt unter den Erneuerbaren Energieträgern eine besondere Rolle ein. Mit der Nutzung der Geothermie ist ein ebenso spannendes wie vielfältiges Kapitel der Energieversorgung aufgeschlagen worden. Die Geothermie ist global gesehen eine langfristig nutzbare Energiequelle. Mit den Vorräten, die in den oberen drei Kilometern der Erdkruste gespeichert sind, könnte im Prinzip, rechnerisch und theoretisch der derzeitige weltweite Energiebedarf für über 100.000 Jahre gedeckt werden. Allerdings ist bis heute nur ein kleiner Teil dieser Energie technisch nutzbar und die Auswirkungen auf die Erdkruste bei umfangreichem Wärmeabbau sind noch unklar und werden teilweise „heiß“ und konträr diskutiert. Seit 1987 wird das HDR-Verfahren der Gewinnung von Energie aus heißen, trockenen Tiefengesteinen in elsässischen Soultz-sous-Forêts entwickelt. Der 50 Kilometer nördlich von Straßburg gelegene Standort befindet sich im Zentrum einer der größten Wärmeanomalien Mitteleuropas. Dort werden bereits in 5.000 Meter Tiefe Temperaturen von 200°C angetroffen. Die geologischen Bedingungen in Soultz sind exemplarisch auch für deutsche Standorte im Oberrheingraben. Ein internationales Team von Forschern, Ingenieuren und Energiefachleuten aus ganz Europa arbeitete länger als ein Jahrzehnt Hand in Hand. Seit Juni 2008 läuft der Probebtrieb im weltweit ersten Hot-Dry-Rock-Kraftwerk.
Im französischen PILOT-Kraftwerk für Geothermie (EXPLOITATION MINIERE DE LA CHALEUR) in Soultz-sous-Forêts, das  bereits Strom erzeugt (1,5 MW), können wir uns nach einer Führung ein eigenes Urteil zum Stand der Dinge und zum Thema machen.

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Reiseverlauf:

Tagesprogramm: 08:30 Uhr Begrüßung am Grenz-Bahnhof Wissembourg. Um 08:45 Uhr Transfer per Bahn nach Soultz-sous-Forêts bzw. dort Treffpunkt für die Teilnehmer, die per PKW anreisen. Kurzer Spaziergang zur französischen Versuchsanlage für Geothermie mit anschließender Führung. Nach diesem Pilotprojekt für alternative und umweltfreundliche Energiegewinnung wandern wir durch Felder und Wälder nach Péchelbronn. Hier treffen wir auf die Wiege der Erdölgewinnung. In der Umgebung von Pechelbronn und seinen Nachbargemeinden wurde zum ersten Mal in Europa gezielt nach Erdöl gegraben und später gebohrt. Wurden die ersten Bohrtechniken für Erdöl entwickelt und eingesetzt, die kurze Zeit später weltweit zum Standard wurden und den Siegeszug der „flüssigen fossilen Energieträger“ und der Petrochemie einleiteten. Eine Entwicklung, ohne die unsere momentane technische Zivilisation sicherlich ganz anders aussähe. Tief verborgen im Wald von Kutzenhausen stoßen wir am Öl-Brunnen VI auf die erste Bohranlage von 1813  wo mit Hilfe einfachster Pumptechnik Öl gefördert wurde.

Die Mittagspause verbringen wir in einem Elsässer Restaurant mit leckerer regionaler Küche und selbstredend den dazu passenden Elsässer Weinen (optional – siehe Hinweis).

Entsprechend gestärkt besuchen wir das liebevoll eingerichtete „Musée du Pétrol“. Anhand der Gerätschaften und Fotos kann man sich ein gutes Bild von der „Goldgräberstimmung“ in der „Morgendämmerung des Ölzeitalters“ machen. Das dieses „Frühe Schwarze Gold“ schon damals reichlich Gewinne abwarf, zeigt recht eindrücklich das im Dornröschenschlaf dahindämmernde Schlösschen der Elssässer Öldynastie „Le Bel“, welches wir im Rahmen unserer Wanderung passieren. Läuft man heute durch das hübsche Elsassdörfchen Pechelbronn, kann man sich kaum noch vorstellen, dass hier einmal Förderanlagen, eine frühe Petrochemie und Raffinerien standen – mit allen negativen ökologischen Begleiterscheinungen.
Heute sind die meisten vom Menschen verursachten Narben und Schäden an der Natur von einem grünen Teppich überwuchert. Der Selbstheilungsprozess von Mutter Natur scheint bei diesen frühen, kleinräumigen Sünden des Menschen noch zu funktionieren.
Anschließend geht es zurück nach Soultz-sous-Forêts. Rücktransfer nach Wissembourg. Ende gegen 18:00-18:30 Uhr am Bahnhof Wissembourg.
Hinweis: Zur Mittagspause kehren wir in ein typisches Elsässer Restaurant ein. Dort können wir zum Gruppentarif von ca. 20,- EUR pro Person (Zahlung vor Ort im Restaurant bei min. 10 Personen) ein leckeres 3-Gänge-Menue mit „begleitenden“ Elsässer Weinen (jeweils ein Glas pro Gericht) vorbestellen. Bitte geben Sie uns vorher rechtzeitig Bescheid, ob Sie diesen Service nicht wünschen.

Anforderungen: Wanderung von ca. 4 Stunden auf Feldwegen und Pfaden.

Hinweis: Zur Mittagspause kehren wir in ein typisches Elsässer Restaurant ein. Dort können wir zum Gruppentarif von ca. 20,- EUR pro Person (Zahlung vor Ort im Restaurant bei min. 10 Personen) ein leckeres 3-Gänge-Menue mit „begleitenden“ Elsässer Weinen (jeweils ein Glas pro Gericht) vorbestellen. Bitte geben Sie uns vorher rechtzeitig Bescheid, ob Sie diesen Service nicht wünschen.

 

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