Pfalz und Nachbarregionen

Weinwanderreise N – NAHETAL - Edler Wein auf Altem Stein

Bad Kreuznach - Münster a. Stein – Traisen – Hochstätten – Oberhausen
Zusammenfassung:

Das Naheland, eine z.T. vom Vulkanismus geprägte Landschaft,  ist eine der spannendsten Regionen im Wein- und Wanderland Rheinland-Pfalz. Seine Winzerbetriebe befanden sich in den letzten Jahren zwar etwas im „Windschatten“ der großen Weinanbauregionen wie Mosel, Pfalz, Rheingau und Rheinhessen, aber eine neue, dynamische und sehr qualitätsorientierte Winzergeneration ist dabei das zu ändern. Der Weinbau hat im Nahetal und den Nebentälern von Glan und Alsenz auf z.T. berühmten bis legendären Steillagen eine lange Tradition. Das Spektrum der angebauten Rebsorten ist erstaunlich groß. Das hat seinen guten Grund. Eine bewegte Erdgeschichte hat dem Naheland eine bunt gemischte Bodenbeschaffenheit beschert. Auf den Terroirs von Quarz- und Schieferböden an der unteren Nahe; Porphyr, Melaphyr und Bundsandstein im Bereich der der mittleren Nahe; um Bad Kreuznach Verwitterungsböden und Tonüberlagerungen aus Sandstein, Löß und Lehm gedeihen die unterschiedlichsten Rebsorten in bester Qualität. Der Vielfalt an Rebsorten und Terroirs entspricht die stilistische Vielfalt der Naheweine. Sie gilt es zu entdecken. Sie sind das Kernthema unserer Weinentdecker- und Wanderreise. Der Nahe-Wein ist das Ziel.

 
PAT Servicetelefon: (06326) 96 757 63
 
Zusammenfassung  ·  Ausführliche Info  ·  Reiseverlauf  ·  Leistungen  ·  Termine und Preise
Ausführliche Info:

In einem wunderbaren Mix aus Kultur und Natur bezaubert die Naheweinstraße ihre Gäste mit dem Charme ihrer romantischen Weindörfer, ausgedehnten Weinlagen, hervorragenden Weinen und gastlichen Winzerhöfen. Überaus abwechslungsreiche Landschaftsformen, eine gepflegte Gastronomie und ein riesiges Potential an lohnenden Wein- und Wanderzielen bieten beste Voraussetzungen für einen rundum gelungenen Urlaub.

Auf Schusters Rappen erlebt man eine Weinlandschaft und ihre Terroirs wesentlich intensiver. Im Rahmen einer fröhlichen Weinbergswanderung erfährt man „auf die leichte Art“ Wissenswertes rund um den Wein und die Region und zum Tagesabschluss genießt man ihre Weine dann umso mehr. Tagsüber wandern wir auf den Spuren der Geschichte und besuchen Ritterburgen  und Musentempel. Damit das Geschichtserlebnis nicht zu trocken wird, runden wir jeweils den Tag mit einer Weinprobe der exquisiten Naheweine in einem renommierten Winzerbetrieb ab. Hier erschließen sich dann dem Wanderer und Weinliebhaber die Nahe-Terroirs und ihre geologischen und aromatischen Schichten Schluck für Schluck. Da kommt jeder Weinfreund auf seinen Geschmack.

Auf Grund der zentralen Lage haben wir uns für Bad Münster am Stein-Ebernburg an der Naheweinstraße als Hotelstandort entschieden. Unser schön gelegenes 3-Sterne Komforthotel BURGBLICK biete eine sehr gute Gastronomie, eine schöne Außenterrasse mit Burgblick und einen kleinen Wellnessbereich.

PAT Servicetelefon: (06326) 96 757 63
 
Zusammenfassung  ·  Ausführliche Info  ·  Reiseverlauf  ·  Leistungen  ·  Termine und Preise
Reiseverlauf:

1.Tag (So): Individuelle Anreise und Belegung der Zimmer. Um 19:30 Uhr Begrüßung mit einem Winzersekt durch Ihren PAT-Wein- & Wanderführer an der Rezeption. Gemeinsames Abendessen  mit 4- Gang Überraschungs-Menü. (A)

2. Tag: Fahrt nach Bad Kreuznach. Nach einer kleinen Besichtigung der Naheweinmetropole mit seinen berühmten „Brückenhäusern“ beginnen wir unsere Wanderung die Nahe aufwärts durch das „Salinental“, eine einzigartige und geschichtsträchtige Kulturlandschaft.

Hier, wo die Nahe sich durch ein beeindruckendes Bergmassiv windet, wurde bereits vor 400 Jahren Salz gewonnen. Das Salinental war ein Gesamtensemble der Salzproduktion. Triebwerkgräben, Wasserräder, Gradierwerke, Siederei und Arbeiterhäuser wurden über 100 Jahre zur Salzgewinnung genutzt. Heute existieren hier immer noch Gradierwerke mit einer Gesamtlänge von 1,1 km. Jedes Gradierwerk mit einer Höhe von 9 m. Die gewaltigen Weißdorn-Heckenwände, an denen das Salzwasser herabrieselt (Sole) und die Umgebungsluft mit Jod, Brom, Strontium und Radium anreichert, bilden Europas größtes Freiluftinhalatorium. In früheren,  autoarmen Zeiten, war der Besuch der Salinen eine echte Alternative zu einer Reise an die See. Gönnen Sie sich eine Lunge voll gesundheitsfördernder, salzgeschwängerter Salinenluft bevor wir weiterwandern.

In Bad Münster stehen wir vor der Steilwand des 202 m hohen „Rotenfels“, einem eindrucksvollen Ryolithmassiv, das vor Millionen Jahren aus hervorquellendem Magma entstand. So „malerisch“, dass schon in der Frühzeit des Impressionismus der englische Maler William Turner die Ansicht auf die rote Felswand in einem seiner Werke verewigte. Auf einem Anstieg über schattige Waldpfade erreichen wir die obere Steilkante des Rotenfels und genießen den wunderbaren Ausblick auf das Nahetal und die gegenüberliegende Ebernburg. Eine gut restaurierte Burganlage, die zur Zeit der Reformation unter Franz von Sickingen als „Herberge der Gerechtigkeit“ in die Annalen der Geschichte einging.

Nach Einkehr und Mittagspause in einer Wanderhütte laufen wir weiter nach Traisen. Hier erwartet uns im VDP-Weingut Dr. Crusius eine Weinprobe und Kellerführung. Das Weingut besitzt Weinberge in den Lagen Traiser Bastei und Rotenfels, Schlossböckelheimer Felsenberg und Kupfergrube, Niederhäuser Felsensteyer und Norheimer Kirschheck. Das Terroir hat Bodentypen von Vulkanischem Material (Ryolith) als auch Schieferverwitterung sowie kiesiger Lehm zu bieten. Grundlage ganz besonders ausdrucksstarker Rieslinge! Im Anbau sind 65% Riesling, 20% Weißburgunder, je 5% Spätburgunder und Müller-Thurgau, 5% weitere Sorten. (F/A)

3. Tag: Über schöne Waldpfade und Wege steigen wir hinauf zur Ruine der Rheingrafenstein. Hier bietet sich ein spektakulärer Blick hinab auf Bad Münster, das Salinental und die Ryolithwand des Rotenfels. Weiter geht es über Bergeshöhen und durch Wald zur Ruine der Altenbaumburg. Herrlich und einsam auf einem Bergrücken über dem Ort Altenbamberg gelegen. Sie war die Stammburg der mächtigen Raugrafen, welche im frühen Mittelalter um den Donnersberg herum das Gebiet dominierten und mit der Altenbaumburg eine der größten und eindrucksvollsten Burgen der Pfalz ihr Eigen nannten.

 

Die ursprünglich auf einer strategisch günstigen Position des Alsenztals stehende Anlage verlor jedoch recht schnell ihre Bedeutung nachdem ihre Besitzer, die Raugrafen, im 14. Jahrhundert ausstarben.

Im Burgrestaurant der Altenbaumburg stärken wir uns für den zweiten Teil des Tages, bevor wir weiter nach Hochstätten, dem „Tor zur Nordpfalz“, weiterlaufen.

Hier erwartet uns in seinem Wingert ECOVIN-Winzer Torsten Hashagen vom BIO-Weingut Laubenstein um uns in die Besonderheiten seiner Weinlagen einzuführen. Die Weine stammen alle aus den Weinlagen um das Weindorf Hochstätten, dem “Hochstätter Liebesbrunnen”. Hier werden seine Reben in südlichen Steillagen auf Lös-, Gesteins-, und Lehmböden und im Schatten mächtiger Windräder angelegt. Diese Lage ist bekannt für seine feinen Fruchtnuancen und wenig Säure, welche die ausgebauten Weine wohl und bekömmlich schmecken lassen.

Das Weingut kann auf eine lange und traditionsreiche Geschichte zurückblicken. Das Weingut Laubenstein vinifiziert seine Trauben bereits seit 1860 in der vierten Generation. Drei Töchter des Weingutes (Sandra, Barbara, Marita) präsentieren schon als „Naheweinköniginnen“ von 1996 - 1997; 1984 - 1985; 1983 – 1984 den Wein Ihrer Heimat. Anschließend Transfer zurück ins Hotel. (F/A)

4. Tag: Vor der gewaltigen Kulisse des Rotenfels und in naturbelassener Landschaft ist nach den Plänen des weltberühmten japanischen Stararchitekten Tadao Ando das erste und einzige zeitgenössische Steinskulpturen-Museum der Welt entstanden.

Wir besuchen das als Tageslichtmuseum konzipierte Kunstmuseum oberhalb der Stadt mit dem Steinskulpturenpark und entdecken unter fachkundiger Führung auf rund 15.000 qm Gelände die Magie der 65 Steinskulpturen.

Nach kurzer Wanderung und Transfer nach Staudernheim steht noch einmal etwas Geschichte auf dem Programm. Durch die Weinlagen des Weingutes v. Racknitz besteigen wir auf den Spuren der „Heiligen Hildegard von Bingen“ die Höhe des Disibodenberges. Ein kleiner Bergrücken aus uraltem, harten Sedimentgestein, von Glan und Lahn in Jahrtausenden  durch permanente Erosion freigelegt. Mit steil abfallenden Weinbergslagen, auf deren Weinterrassen schon vor 900 Jahren Benediktinermönche erfolgreich Weinbau betrieben. Viele Jahre Sitz des Frauenklosters und der Wirkungsstätte der mittelalterlichen Heilerin, Mystikerin und Äbtissin Hildegard. Einer Frau, die berühmt wurde durch Ihre Visionen, durch Ihre Musik und Ihre Heilpflanzenkunde.  Eine der charismatischsten Frauen des Mittelalters, deren Visionen und Lehre bis in die heutige Zeit Bestand haben.

Einst krönte das berühmte Kloster des irischen Mönches und Klostergründers Disibod die Bergkuppe des Disiboden. Heute künden von der mächtigen Klosteranlage nur noch einige im Wald verborgene eindrucksvolle Ruinen. Ein sehr romantischer und geschichtsträchtiger Ort, an dem wir unsere Mittagspause mit einem Picknick und einer Weinprobe mit einigen beeindruckenden und edlen Weinen vom Weingut v. Racknitz abrunden. Anschließend geht es per Pedes zurück nach Staudernheim und per Bahn nach Bad Münster. (F/M/A)

5. Tag: Heute heißt es noch einmal die Wanderschuhe schnüren. Von Hochstätten aus führt uns der erste Teil unserer Wanderung zur einsam gelegenen Ruine der Burg Montfort. Eine trutzige Höhenburg, die um 1240 zur Überwachung einer nahegelegenen Heerstraße von den Grafen von Veldenz erbaut wurde. Im 15. Jahrhundert betätigten sich die Bewohner der Ganerbenburg zeitweise als Raubritter bis ihnen im Jahre 1456 die Truppen des Mainzer Erzbischof Diether von Mainz und des Kurfürsten Friedrich I. von der Pfalz das Geschäft verdarben, die Raubritterburg eroberten und zerstörten.

Mittagspause und Picknick in den alten Gemäuern der Ruine. Anschließend geht es weiter über die Höhen des Galgenberges und dann hinab durch die Weinlagen des Rotenberg nach Oberhausen an der Nahe.

Im hiesigen VDP-Weingut Dönnhoff des Riesling-Spezialisten Helmut Dönnhoff erwartet uns eine letzte Weinprobe und Kellerführung. Das Weingut besitzt Weinberge in den Spitzenlagen Niederhäuser Hermannshöhle, Oberhäuser Brücke, Schlossböckelheimer Felsenberg und Kupfergrube, Norheimer Kirschheck und Dellchen, Kreuznacher Kahlenberg und Krötenpfuhl.  Das Terroir hat Bodentypen von Tonschiefer, Porphyr/Melaphyr- und Vulkanverwitterung zu bieten. Im Ausbau befinden sich hauptsächlich zu 80% Riesling, 20% Weiß- und Grauburgunder. Im Rahmen einer Weinprobe können wir uns einen eigenen Eindruck von den edlen Tropfen des Weingutes verschaffen. Anschließend bringt uns ein Bus zurück ins Hotel.

Um 20:00 Uhr treffen wir uns zum gemeinsamen Abschiedsessen mit einem 4- Gang-Gourmetmenü und den dazu korrespondierenden Naheweinen. Genießen die kulinarischen Köstlichkeiten der regionalen Küche. (F/M/A)

6. Tag: Individuelle Abreise. Nutzen Sie die gute Gelegenheit sich vor der Rückreise mit einigen zusätzlichen Flaschen Nahewein zu versorgen bzw. die Gegend noch auf eigene Faust zu erkunden.

 

Im Rahmen unserer Wandertage ging es stets um STEIN und WEIN. Das Naheland hat auch sehr edle Steine zu bieten. Wie wäre es z.B. mit einem Besuch der Edelsteinschleiferstadt Idar Oberstein. „Diamonds are Girl´s best friends“ – lassen Sie sich gefangen nehmen von der geheimnisvollen Schönheit kostbarer Edelsteine, Kristalle und Mineralien in den Höhlen und Grotten der Edelstein-Erlebniswelt und des Edelsteinmuseums. Gerne buchen wir Ihnen auf Wunsch weitere 1-2 Zusatzübernachtungen. (Ü/F)

PAT Servicetelefon: (06326) 96 757 63
 
Zusammenfassung  ·  Ausführliche Info  ·  Reiseverlauf  ·  Leistungen  ·  Termine und Preise