Pfalz und Nachbarregionen

Zu Fuß und mit dem Römerschiff Lusoria Rhenana in den Rheinauen

Rheinauen - Römerschiff Lusoria Rhenana - Terra Silligata Museum und Töpferei
Zusammenfassung:

Als die Römer vor gut 2000 Jahren das Rheintal eroberten, hatten sie neben ihrer militärischen Ausrüstung auch Rebstöcke in ihrem Marschgepäck. Wein galt damals als wichtiges Lebensmittel und gehörte mit einem entsprechenden Quantum Wein pro Tag zum Sold und zur Grundversorgung der Legionäre. Die Weinrebe breitete sich als botanischer „Einwanderer“ mit etwas fürsorglichem Nachdruck der römischen Legionskommandeure im besonders günstigen Klima der Pfalz schnell aus. Bereits wenige Jahrzehnte nach der Eroberung der westlichen Rheingebiete durch Cäsar um 50 v. Chr. brachte es der römische Weinbau in der Pfalz schon auf ca. 1000 ha Rebfläche.
Das es jenseits des Rheines etwas zu holen gab, sprach sich bei den Germanischen Stämmen in der Nachbarschaft schnell herum. Es lockten römische Handels- und Töpferwaren, Geld und Gold und natürlich so manches Fässchen Wein.
Um sich dieser Räuberbanden zu erwehren machten die Römer den Rhein im 3 Jhd. zur neuen und gut zu verteidigenden Grenze und zum „Flüssigen Limes“. Einen Limes, den sie mit einer sehr effektiven Fluss-Marine in Form von kleinen, wendigen und sehr schlagkräftigen Kriegsgaleeren versahen, die wie an einer Perlenkette entlang des Rheins in speziellen, gut gesicherten Militärhäfen stationiert wurden.

 

 
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Ausführliche Info:

Der von den Römern durch ihre Rheinflotte militärisch gut kontrollierte Rhein wurde dadurch für Plünderer eine gefährliche Hürde auf ihrem Rückweg ins Freie Germanien. Die germanischen Eindringlinge, oftmals mit schwerer Beute reich beladen, wurden nicht selten bei der Flussüberquerung von römischen Truppen abgefangen, die mit ihrer Schiffsflotte auf dem Rhein patrouillierten. Davon zeugt der als Barbarenschatz bezeichnete Hortfund von Neupotz, der in den Jahren 1967-1997 bei der Kiesförderung aus einem Altrheinarm bei Neupotz ans Tageslicht befördert wurde. Er versank wohl nach heftigen Gefechten bei einer germanisch-römischen Auseinandersetzung in den Fluten des Rheins.
Seit kurzem kann man solch ein römisches Kriegsschiff der Rheinflotte als Nachbau und in Aktion erleben. Auf einem abgelegenen Mäander des Altrheins lädt die Lusoria Rhenana, die originalgetreue Rekonstruktion eines römischen Flusskriegsschiffes aus der Spätantike, zu einer abenteuerlichen Ausflugsfahrt ein. Spaß und Spannung sind garantiert, wenn die Teilnehmer unseres Terroirwandertages selbst Hand an die Riemen legen und selber rudern. Als Teil der Besatzung können Besucher des Römerschiffs ein Stück römische Geschichte aktiv erleben.
Abgerundet wird unser Terroirwandertag in die Römerzeit durch den Besuch des Terra-Sigillata-Museums und der Töpferei SCHNORR in Rheinzabern, die nach römischem Vorbild Tonwaren vom Typ Terra Sigillata produziert.

 

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Reiseverlauf:

09:00 Uhr: Begrüßung durch Ihren PAT-Wein- & Wanderführer am Bahnhof Rheinzabern. Bustransfer ins alte Fischerdorf Leimersheim.
Die Südpfalz ist ein Wanderparadies erster Güte, in dem auch schon die Römer marschierten. Wir gehen unseren Tag etwas gemütlicher an. Bis ins 18. Jahrhundert hinein war das gesamte Rheintal bis auf wenige Ausnahmen ein einziger, riesiger Auen-Urwald. Geprägt durch viele einzelne Rheinarme und sumpfige Niederungen und deshalb nur sehr schwer passierbar. Um einen kleinen Eindruck davon zu bekommen, wie es am Rheinufer zur Römerzeit aussah, wandern wir ein Stück entlang eines verwunschenen Altrheinarmes. Durch die im Rahmen der Rheinbegradigung trockengefallenen Flußmarschen geht es eine gute Stunde weiter zum Liegeplatz der Lusoria Rhenana.

Nach kurzer Einweisung durch den Bootsführer heiß es Leinen los und an die Riemen. Die ca. 1,5-stündige Fahrt auf dem originalgetreu rekonstruierten römischen Patrouillenschiff Lusoria Rhenana ist wie eine Zeitreisen in die Vergangenheit und ein einzigartiges Erlebnis. Genießen Sie den ereignisreichen Ruderspaß an Bord der Lusoria Rhenana im gleichmäßigen Takt der Ruder und in vollen Zügen!

Rudern verbraucht Kalorien und macht hungrig und durstig. Um uns für den Rest des Tages zu stärken kehren wir zur Mittagzeit in einem Fischlokal ein. Geniessen leckeren Fisch – und – dazu natürlich einen passenden Wein.
Anschließend laufen wir zurück nach Rheinzabern und besichtigen dort das sehenswerte Terra-Sigillata-Museum. In spätrömischer Zeit galt das rot schimmernde Terra Sigillata-Geschirr im gesamten Imperium als „feines Porzellan der Antike“ und besonderes Luxusgut, das sich die betuchten Herrschaften einiges kosten ließen. Dank großer Tonvorkommen und äußerst günstiger Transportverbindungen durch die Nähe zum Rhein und der linksrheinischen Römerstraße erlebte die Ziegel- und Keramikproduktion in Rheinzabern, der römischen Siedlung Tabernae, besonders in der Spätantike ihre Blütezeit. Exportierte seine Waren nachweisbar bis an die fernsten Grenzen des römischen Imperiums.

Detailgetreue Repliken des fein glänzenden Luxusgeschirrs als auch einfache Geräte des gallorömischen Alltags vermitteln einen schönen Einblick in das Leben der römischen Legionäre und ihrer keltischen Nachbarn. Abschließend besuchen wir eine Töpferei, wo nach römischem Vorbild Tonwaren vom Typ Terra Sigillata produziert werden. Im Rahmen einer Demonstration können wir den TöpferInnen auf die Hände schauen. Am Ende der Vorführung gibt es zur Stärkung noch einen Becher römischen Gewürzwein MULSUM mit auf den Weg. Ende der Veranstaltung ca. gegen 17:30 Uhr am Bahnhof Rheinzabern.

Anforderungen: Wanderung von ca. 2,5 - 3 Stunden auf Feldwegen und Waldpfaden. Ca. 1,5-stündige Bootsfahrt auf dem Römerschiff. Beteiligung an der Ruderarbeit ist Voraussetzung.

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