Landau

Wein-Kultur-Wanderreise entlang der Weinstraße

Die Pfalz im Rausch der Herbst-Farben
Zusammenfassung:

Wenn die Weinlese Ende Oktober / Anfang November zu Ende geht, kehrt in den Weinorten der Pfalz so langsam wieder Ruhe ein. Derr „Neue Wein“ gärt blubbernd in den Fässern und der Herbst zeigt sich in seinem farbenprächtigsten Gewand. Wer noch Lust auf ein paar schöne, warme Urlaubstage hat, kommt dann sicherlich in dieser wunderschönen Weinkulturlandschaft auf seine Kosten. Viele Wanderwege links und rechts der Deutschen Weinstraße mit ihren malerischen Weindörfern und Burgruinen laden zu regelrechten Genußwanderungen ein, zu denen der lokale Wein und die Gastronomie natürlich einen wichtigen Beitrag leisten.

 
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Ausführliche Info:

Die Deutsche Weinstraße verläuft parallel zu Rhein und Pfälzer Bergland über 83 km von Bockenheim im Norden bis nach Schweigen an der französischen Grenze, wo sie im benachbarten Elsass als „Route du Vin“ ihre Fortsetzung findet.
Das milde, fast südländische Klima, die fruchtbaren Böden, alles passt hier bestens zusammen, damit nicht nur der Wein gut gedeiht. Im Frühling verwandeln tausende von Mandelbäumen links und rechts der Weinstraße die Pfalz in ein Blütenmeer, im Spätsommer und Herbst bereichern Edelkastanien, Feigen, Walnüsse und  Zitronen die Pfälzer Küche. Kein Wunder, das man diese Gegend schon früh den „Garten Gottes“ nannte.
Ein Wanderparadies erster Güte, in dem auch schon die Römer marschierten. Als diese vor gut 2000 Jahren das Rheintal eroberten, hatten sie neben ihrer militärischen Ausrüstung auch Rebstöcke in ihrem Marschgepäck. Diese botanischen  „Einwanderer“ breiteten sich aus und dominieren heute hügelauf und hügelab das Landschaftsbild und versorgen die Weinkeller der umliegenden Ortschaften mit so manch edlem Tropfen.
Auf Schusters Rappen erlebt man eine Landschaft wesentlich intensiver und zum Tagesabschluss genießt man dann ein leckeres Essen aus der regionalen Küche und einen Schoppen Wein umso mehr. Tagsüber wandern wir von Nord bis Süd auf den schönsten Abschnitten die Weinstraße entlang. Wandern unter Führung eines Wein- und Kulturbotschafters der Pfalz auf den Spuren der Geschichte, besuchen Römervilla, Ritterburg  und Musentempel. Damit das Geschichtserlebnis nicht zu trocken wird, runden wir einige Tage mit einer Weinprobe in einem ausgesuchten Winzerbetrieb ab.

Der Wein öffnet die Herzen und die Winzer sind immer bereit einige ihrer besten Tropfen - sei es Riesling, Spätburgunder, Dornfelder oder neuerdings auch Grauburgunder oder Chardonnay - aus ihren kühlen Kellern ans Tageslicht zu holen, um sie ihren Gästen zu kredenzen.

Überaus abwechslungsreiche Landschaftsformen, das komfortable Hotel 3* in Neustadt a. d. Weinstraße als Wanderbasis, eine gepflegte Gastronomie und ein riesiges Potential an lohnenden Wein- und Wanderzielen bieten beste Voraussetzungen für einen rundum  gelungenen Urlaub.

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Reiseverlauf:

1. Tag: (So): Individuelle Anreise
Individuelle Anreise per Pkw oder Bahn (IC-Haltepunkt!) nach Neustadt a.d. Weinstraße, „Krönungsort der „Deutschen Weinkönigin“ und „Nabel der Deutschen Weinwelt“ generell.
19:00 Uhr Begrüßung und Vorstellung ihres Wandergebietes. Anschließend gemeinsames Abendessen. (A)

2. Tag: Durchs beschauliche Zellertal zum Bio-Winzer nach Bockenheim
Das beschauliche Zellertal kann mit Recht noch immer als touristischer Geheimtipp gelten. Die zur Ortsgemeinde Zellertal zusammengeschlossenen Gemeinden Harxheim, Niefernheim und Zell betreiben im Windschatten des vulkanischen Donnersbergmassives (687 m), der höchsten Erhebung der Pfalz, auf etwa 100 Hektar Weinbau.
Ein echtes Kleinod ist das Weindorf Zell. Geprägt wird die Silhouette des Ortsbildes durch die beiden schon von ferne sichtbaren Kirchen, die zugleich an die ehemalige Bedeutung des Stifts Zell als beliebtester Wallfahrtsort der Pfalz erinnern.
In Zell beginnt unsere Wanderung entlang Weinbergmauern, Lesesteinwällen und Hohlwegen durch die Zeller Weinlagen wie "Klosterstück", "Kreuzberg", "Königsweg" und den in ganz Deutschland bekannten "Schwarzen Herrgott". Mitten in den Weinbergen der Gemarkung Bockenheim stoßen wir dann auf ein Bauwerk, dass man eher im süditalienischen Apulien vermuten würde – einen Trullo. Trullo (italienisch / Mehrzahl Trulli), ist eine Bezeichnung für die vor allem in Apulien vorkommenden Rundhäuser, deren Steindächer sich nach oben hin in Kragsteintechnik verjüngen.
Das Häuschen ist eines der Acht Trulli, die in der Gemarkung Bockenheim z.T. bereits im 18. Jahrhundert errichtet wurden und seitdem als Schutzhütten für Winzer und Feldhüter dienten.
Gegen Mittag erreichen wir unterhalb des Lettenköfchen bei Bockenheim die Weinlagen des Bio-Weingutes Wöhrle. Falls zeitlich machbar führt uns ECOVIN-Winzer Wöhrle durch seine Lagen und erklärt uns die Grundlagen des ökologisch ausgerichteten Weinbaus. Anschließend geht es zur Weinverkostung ins Weingut.

3. Tag: Besuch beim „Guten König Ludwig I“
Fahrt zur Villa Ludwigshöhe, eine herrlich oberhalb der Weinberge gelegene Sommerresidenz des bayrischen Königs Ludwig I, welcher das Schlösschen samt Umgebung einst als "schönste Quadratmeile seines Reiches" bezeichnete. In den Räumen der alten Sommerresidenz betreut das Landesmuseum Mainz heute die Max-Slevogt-Galerie, welche in einer ständigen Ausstellung Gemälde aus dem Nachlass des Malers Slevogt zeigt. Franz Theodor Max Slevogt war Maler, Grafiker, Illustrator und Bühnenbildner des Impressionismus und Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Pfälzer Künstler. Zusammen mit Lovis Corinth und Max Liebermann gehörte er zu den letzten Vertretern der impressionistischen Freilichtmalerei, welche eine Malerei direkt vor dem Motiv in der freien Natur praktizierten. Er malte die Pfalz mit ihren milden Weinhügeln und Wäldern und vermittelte als einer der Ersten ihr mediterranes Flair und ihre südlichen Farben einem größeren Publikum. Seit 1905/06 wurde von Slevogt immer wieder das Thema der Weinlese aufgegriffen. Sein vorrangiges Ziel war es dabei, die Wechselbeziehung als auch Verbundenheit von Weinbauern und Landschaft ins Bild zu setzen.

Anschließend geht es durch die Weinberge hinab nach Edesheim. Am Rande des malerischen Weinortes Roth u. Riethburg besichtigen wir den „ältesten Weinberg“ Deutschlands mit ca. 400 Jahre alten TRAMINER-Reben, die sogar die Reblaus-Katastrophe Ende des 19. Jhd. überlebt haben.

4. Tag: Römer, Burgunder, Ritter und Co.

Nach einem Rundgang durch das malerische Freinsheim mit seiner mittelalterlichen Stadtmauer, das auch als Rothenburg der Pfalz bezeichnet wird,  wandern wir durch weite Reblandschaft zum Winzerort Kallstadt, bekannt durch seine Weinlage „Saumagen“.

Inmitten des Rebenmeeres stoßen wir bei Ungstein auf die Ruine des römischen Weingutes Weilberg.
Mit der Eroberung der westlichen Rheingebiete durch Cäsar um 50 v. Chr. nahm der Weinbedarf bedingt durch den Durst der Legionäre erheblich zu.
Wein wurde anfangs noch importiert aber bereits wenige Jahrzehnte später brachte es der römische Weinbau in der Pfalz schon auf ca. 1000 Ha Rebfläche.
Wenige Meter westlich des alten Weingutes stoßen wir inmitten der Reben auf das römische Kelterhaus mit Traubentret- und Mostsammelbecken. Anschaulich wird hier dargestellt, wie in römischen Zeiten die Trauben „mit Füßen getreten“ wurden um daraus Most zu gewinnen.

Nachmittags erreichen wir den VDP-Winzerbetrieb Fitz-Ritter. Das Hauptthema unserer Weinverkostung sind hauptsächlich Burgundersorten, die auf den Bad Dürkheimer Terroirs ganz hervorragend gedeihen.

5. Tag: Stauferland und Löwenherz
Buntsandsteinfelsen und Burgen gehen im Pfälzerwald eine einzigartige Verbindung ein. Mit fünfzig Burgen, alle aus dem heimischen Buntsandstein erbaut, gibt es in der Pfalz eine Burgendichte, die ihresgleichen sucht. Aus diesem Grunde führt uns die heutige Wanderung zu den Ruinen der einst sehr mächtigen Reichsburg Trifels und zu den Ruinen der Madenburg.
Die Trifels, imposant gelegen auf dem 494 m hohen Sonnenberg, erreichte besonders während der Staufferzeit im 12. und 13. Jahrhundert ihre größte Bedeutung. Für anderthalb Jahrhunderte war die Reichsburg Mittelpunkt historischer Ereignisse und stark bewachter Hort der „Reichskleinodien“ des „Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation“. Zum Schutze des Trifels, in dessen massiver Kapelle die Reichskleinodien aufbewahrt wurden, entstand zeitgleich ein ganzer Abwehrring von Burgen. Als prominentester „Besucher“ der Trifels gilt der englische Königs Richard Löwenherz, der hier einige Monate in Gefangenschaft verbrachte.

Anschließend laufen wir durch den herbstlichen Pfälzer Wald entlang malerischer Felsformationen zur Madenburg. Schön gelegen auf dem Rothenberg über Eschbach war sie als Schutzburg der Trifels die größte Burganlage der Südpfalz.
Von der Burgruine aus hat man einen fantastischen Blick über die Rheinebene. Transfer zurück ins Hotel.

6. Tag: Weinkultur im Grenzbereich
.„Vive la France“! Unser erstes Tagesziel ist heute Wissembourg, das Tor zum benachbarten Elsass. „Europa sei Dank“ - die Grenze, die uns vom südlichen Nachbarn vis-à-vis trennte, ist weg. Geblieben ist ein verbindendes Stück gemeinsamer Geschichte und Sprache, Kultur und Lebensart, die Pfälzer und Elsässer in vielem miteinander teilen.
Wissembourg ist heute noch teilweise von Resten der alten Stadtbefestigung umschlossen. Zu den sehenswertesten Gebäuden der Stadt zählen das „Salzhaus“ mit seinem auffallenden Dach, das Maison de l'ami Fritz mit seinem aufwändigen Erker und das klassizistische Rathaus.
Nach einem kleinen Stadtrundgang laufen wir über „die grüne Grenze“ von Frankreich nach Deutschland. In Schweigen-Rechtenbach erwartet uns eine Weinprobe im VDP-Weingut Friedrich Becker. Sowohl der GAULT MILLAU als auch  der EICHELMANN (4 von 5 Sternen: “Hervorragender Erzeuger”) empfehlen dieses Weingut in den höchsten Tönen. Nach der Degustation einiger Weine werden wir vielleicht in diesen Chor mit einstimmen.
Zur Mittagspause geht es zurück nach Wissembourg. Gute Gelegenheit in einem der Bistros am Markt etwas französisches „Savoire Vivre“ bzw. einen leckeren Flammkuchen zu genießen. Transfer zurück ins Hotel.

7. Tag: Ab Wachenheim durch die berühmtesten Forster Weinlagen
Unsere Wanderung führt als erstes hinauf zur mächtigen Ruine der Wachtenburg. Entlang des Forster Pechsteinkopf, dessen verwittertes Basaltgestein heute den Forster Weinen ihre feine Frucht und ein unverwechselbares Aroma beschert, erreichen wir Forst, den kleinsten und wohl auch bekanntesten Weinort an der Deutschen Weinstraße.
Mit dem „Forster Freundstück“, „Jesuitengarten“, „Kirchenstück“, „Musenhang“, „Pechstein“ und „Ungeheuer“ finden sich hier Rieslinglagen von Weltruf.
Eine seltene geologische Vielfalt - Basaltböden und verwitterter Sandstein – gemischt mit Kalk, Lehm und Ton - trägt dazu bei, dass der Riesling als „König der deutschen Weißweine“ hier zu höchster Vollendung reift.
Nach der Mittagspause in einer netten  Weinstube (fakultativ) verkosten wir im Rahmen einer vergleichenden Weinprobe (Forster UNGEHEUER und Forster PECHSTEIN) die Vielfalt der unterschiedlichen „Forster Terroirs“. Durch die Weinlage Mariengarten geht es weiter nach Deidesheim.

8. Tag: Individuelle Abreise im Laufe des Vormittags.


Anforderungen: Wanderungen von 3 - 4 Stunden auf Waldpfaden und Weinbergwegen. Mittagsverpflegung aus dem Rucksack oder bei Gelegenheit in einer Weinstube.

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